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Datum: 11.06.2026

Innenstadtpreis - Ausgezeichnetes, generationenverbindendes Projekt von Veltener Gymnasiasten

Was wünschen sich die Veltenerinnen und Veltenern von ihrer Ofenstadt – die jungen wie die älteren? Das fragten am Mittwoch, 10. Juni 2026, Jugendliche vom Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasium die Passanten auf dem Marktplatz.

Das Ergebnis war ein mit vielen bunten Wunschzetteln geschmückter Baum auf dem Markt, der nun einige Zeit zum Lesen, Nachdenken und auch Schmunzeln einlädt.

Denn die Antworten waren so vielfältig wie die Stadtgesellschaft: Sie reichten von Wünschen nach Buddelkästen vor der eigenen Haustür, weniger Graffiti sowie Straßenausbau und S-Bahn-Anschluss über „mehr Miteinander“ bis hin zu „Wunschlos glücklich“. „Ich finde das cool, dass wir durch die Aktion auch mit älteren Menschen ins Gespräch gekommen sind“, sagten die 17-jährigen Lennard und Brix, während sie weitere farbige Wunschzettel in den Baum hängten. Der Wunschbaum ist aber nur der Auftakt zu einem ganz besonderen generationenverbindenden Projekt der Veltener Gymnasiasten.

Ein Kunstkurs der zwölften Klasse des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums hat sich im Rahmen ihres Kunstprojektes „Farben der Gemeinschaft – Kunst verbindet Alt und Jung 2026“ ein Konzept überlegt, bei dem ein Wohnblock der städtischen REG an der Emma-Ihrer-Straße / Ecke Poststraße zu einem interaktiven Begegnungsort für Jung und Alt wird.

In Kürze werden die Jugendlichen gemeinsam mit der Firma „Sprühsinn“ die Außenwand in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz mit einem großen Wandbild und Baukeramik verschönern – inspiriert vom Motto Vielfalt. Die Keramikarbeiten werden die Wand in ein farbenfrohes, identitätsstiftendes Kunstwerk verwandeln, das nicht nur schön anzusehen, sondern auch anzuhören ist. Denn auf austauschbaren QR-Codes an der Wand sind Sounddateien von Veltener Kindern, Jugendlichen und Senioren hinterlegt. Jung und Alt können sich somit begegnen und voneinander profitieren. So entsteht ein weiterer Ort, der die Veltener Industriekulturgeschichte als Keramikstadt aufgreift und in das Heute führt, zum Verweilen einlädt und die Innenstadt als lebendigen Treffpunkt stärkt.

Mit dieser Idee haben sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Karin Hunger zudem um den Innenstadtpreis vom Brandenburger „Bündnis für lebendige Innenstädte“ beworben.

Unser Projekt ist mehr als ein schönes Bild an der Fassade: Es ist ein Zeichen für gelebtes Miteinander und Vielfalt, für eine Innenstadt, die alle einbezieht – und für die Kraft der Kunst, Menschen zu verbinden. Gemeinsam gestalten wir den Raum, in dem wir uns begegnen.

Kunstlehrerin Karin Hunger

Die Jury konnten die Jugendlichen in der Kategorie „Junge Innenstadt“ überzeugen und ihren Preis Anfang Mai in Potsdam in Empfang nehmen. Für die Umsetzung ihres Konzeptes stehen nun dank der Auszeichnung 3.000 Euro zur Verfügung. Weitere finanzielle Mittel stellen dankenswerterweise die Stadtwerke Velten zur Verfügung. Die Schule kooperiert für das Projekt mit der Stadt, der REG, den Ofen- und Keramikmuseen und Gewerbetreibenden vor Ort. Noch vor den Sommerferien soll die wandelbare Wand Wirklichkeit werden.

Bild vergrößern: Innenstadtpreis - Ausgezeichnetes Projekt von Veltener Gymnasiasten © Stadt Velten
Lennard (links) und Brix befragten Veltener Passanten nach ihren Wünschen für die Ofenstadt und hängten die Wünsche an einen Baum.
Bild vergrößern: Die Wunschzettel werden einige Wochen auf dem Marktplatz am Baum auf Höhe des Bäckers zu lesen sein. © Stadt Velten
Die Wunschzettel werden einige Wochen auf dem Marktplatz am Baum auf Höhe des Bäckers zu lesen sein.