Brückenneubau an der Parkallee - Tonnenschwere Stahlträger erfolgreich eingeschwenkt
Der Brückenneubau über den Stichkanal an der Parkallee in Velten nimmt Stück für Stück konkrete Formen an.
Die mehr als 100 Jahre alte, marode Bogenbrücke wurde im vergangenen Jahr abgerissen. Im Frühjahr wurden dann auf beiden Uferseiten massive Bohrpfähle 17 Meter tief in den Boden gesetzt, die dafür sorgen, dass die neuen Widerlager festen Halt haben.
Am Dienstag konnten nun die 34 Meter langen und teilweise 2,30 Meter hohen Stahlträger für die neue Brücke eingehoben werden. Dafür wurde ein riesiger 750-Tonnen-Kran, von dem es nur wenige Exemplare in Deutschland gibt, auf der Uferseite am Businesspark I aufgebaut. Die Wasserstraße war an diesem Tag für den Verkehr gesperrt. An massiven Stahlseilen befestigt, schwebten nach stundenlanger Vorbereitung ganz langsam und vorsichtig nacheinander die insgesamt fünf Brückenträger über den Stichkanal. Bauarbeiter auf beiden Uferseiten nahmen die jeweils 45 Tonnen wiegenden Träger in Empfang und konnten sie passgenau auf den Widerlagern aufsetzen. Bis alle fünf Stahlträger fest und sicher an Ort und Stelle montiert waren, verging ein ganzer Tag.
Als nächster Arbeitsschritt steht nun die Herstellung der Fahrbahn auf der Brücke an. Dafür wird eine bewehrte Betonplatte auf den Stahlträgern vor Ort hergestellt, auf die später die Fahrbahn aus Asphalt aufgetragen wird.
Die neue Brücke soll bis Ende 2026 fertiggestellt sein und den Businesspark I mit dem Businesspark II verbinden. Autofahrende und Passanten müssen sich dennoch etwas länger gedulden. Befahr- und Begehbar wird das neue Bauwerk nämlich erst im kommenden Jahr sein, wenn auch der dazugehörige Straßenbau vor der Brücke auf beiden Uferseiten des Stichkanals abgeschlossen ist.
Inklusive Abriss der alten Brücke kostet der Neubau und die folgende Straßenanlage voraussichtlich rund 6,6 Millionen Euro. 60 Prozent der Kosten können über Fördermittel finanziert werden.