Innenstadt-Kunst in der Poststraße:
"Liebe ist stärker als Hass"
Im Herzen Veltens ist mit Hilfe von Fördermitteln und Sponsoren ein Kunst- und Generationenprojekt entstanden – initiiert vom Kunstkurs des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums. "Das Einzige, das stärker ist als Hass, ist Liebe" steht nun quer über eine Hauswand, kunstvoll geschmückt von Baukeramik. Idee und Umsetzung stammen von zwei Kunstkursen des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums. Mit der farbenfrohen Wand an der Poststraße nahe Marktplatz, inspiriert von der traditionsreichen Ofenstadt-Geschichte Veltens, verwandelten die jungen Menschen eine kahle Wand in ein identitätsstiftendes Kunstwerk. Doch das ist erst der Anfang: Das Projekt ist ein lebendiger Beweis dafür, wie Kunst mit der Stadtgesellschaft ins Gespräch kommen kann.
Was war das Ziel?
🎨 Künstlerische Aufwertung
Die Kunst- und Keramikwand schafft einen neuen Blickfang und knüpft an Veltens handwerkliches Erbe an – modern, lebendig und einladend.
💬 Soziale Aktivierung
Mit einem Wunschbaum auf dem Marktplatz und QR-Codes auf der Baukeramik mit Sounddateien aus Interviews mit Menschen verschiedener Generationen wird das Projekt interaktiv – und ein Symbol für Begegnung zwischen Jung und Alt.
🌿 Nachhaltige Netzwerke
Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der REG Velten, den Stadtwerken und lokalen Akteuren wie den Ofen- und Keramikmuseen sowie dem Unternehmen BOS Keramik zeigt das Projekt: Velten lebt durch seine Gemeinschaft.
Ein Projekt mit Zukunft
Die Keramikwand bleibt als dauerhaftes Kunstwerk erhalten und prägt das Stadtbild. Der Wunschbaum und die QR-Codes können regelmäßig erneuert werden – so bleibt die Innenstadt im Dialog. Und wer weiß: Vielleicht wird die Wand bald zum Fotomotiv für Besucher:innen und stärkt so den Erlebnischarakter Veltens.
So entstand das Projekt
Von der Idee zur Umsetzung: Hier zeigen wir den kreativen Prozess in Bildern – von den ersten Entwürfen des Kunstkurses bis zur Fertigstellung der Wand.
Fotogalerie: Vom Entwurf zur Wand
Von Anfang an stand eine Frage im Mittelpunkt: Wie kann Kunst mit der Stadtgesellschaft ins Gespräch kommen? Der erste Entwurf wurde von einem Kunstkurs der Jahrgangsstufe 12 entwickelt und von der Stadtverwaltung beim Innenstadtwettbewerb eingereicht. Mit Erfolg: Der Beitrag gewann 3.000 Euro, die direkt in die Umsetzung investiert werden sollten. Nach dem Abitur des ursprünglichen Kurses übernahm ein Kunstkurs der Jahrgangsstufe 11 die Weiterentwicklung und Umsetzung der Idee - weiterhin unter Leitung von Kunstlehrerin Karin Hunger.
Unterstützt wird das Projekt durch die langjährig verbundenen Ofen- und Keramikmuseen Heweg Bollhagen Velten, welche Arbeits- und Ausstellungsräume zur Verfügung stellten, sowie durch BOS-Keramik bei der Umsetzung und farblichen Gestaltung keramischer Elemente. Die Wand wurde von der REG Velten mbH zur Verfügung gestellt, die Unterstützung durch professionelle Sprayer durch die Stadtwerke Velten GmbH mitfinanziert.
Das Hedwig Bollhagen Gymnasium
Namensgeberin der Schule ist die Keramikerin Hedwig Bollhagen. Ihr Beispiel steht für eine Haltung, die Begabungen erkennt, weiterentwickelt und den eigenen Weg kreativ und verantwortungsvoll gestaltet. Dieser Gedanke prägt auch das schulische Leitbild: Schülerinnen und Schüler sollen ihre Stärken entdecken, kritisch denken und als mündige Mitglieder der Gesellschaft handeln können.