Stadtentdecker präsentieren Projekt-Ergebnisse
Sauberes Wasser, neue Preise – und nun auch angepasste Öffnungszeiten: Zu Beginn der Badesaison am Bernsteinsee gibt es einige Neuerungen.
Bäume aus Schafwolle, Wände aus Styropor, Bänke aus Schaschlik-Spießen: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c der Veltener Barbara-Zürner-Oberschule präsentierten am heutigen Freitag, 11. Juni 2021, ihre kreativen Ideen für den Park am ehemaligen Volkshaus an der Wilhelmstraße.
Rund ein Jahr, unterbrochen von pandemiebedingten Pausen, haben sich 27 Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht intensiv mit der städtebaulichen Beplanung dieser Freifläche auseinandergesetzt. Über das „Stadtentdecker“-Projekt der Brandenburgischen Architektenkammer konnten sich die 16- bis 17-Jährigen ganz praktisch in ihrem Heimatort mit Architektur und Stadtplanung beschäftigen. Begleitet wurden sie während der Erarbeitungsphase von der Architektenkammer durch Marion Thiel-Blankenburg (fachliche Begleitung Pädagogik) und Martina Nadansky (fachliche Begleitung Architektur), von Kathrin Kunath-Brüch als Architektin sowie dem Veltener Bauamtsleiter und Stadtplaner Matthias Engel.
Nach einem Stadtspaziergang gemeinsam mit den Fachleuten im vorigen Jahr gingen die Jugendlichen der Frage nach, wie dieser bisher etwas im Abseits der Wahrnehmung liegende kleine Park an der Wilhelmstraße für alle Generationen attraktiv gestaltet werden könnte. Der Park bot sich genau für dieses Thema auch deshalb an, weil die Stadt Velten angrenzend an den Standort eine weitere Kita plant. Erst auf dem Papier und dann mit dem Styropor-Cutter entstanden so wunderbare, sehr professionelle Architektur-Modelle ihrer Ideen eines „Parks der Zukunft“. Immer im Fokus dabei: Veltens Bezug zur Ofenkachel.
Zur Präsentation der Ergebnisse in kleiner Runde in der Schule zeigte sich Bauamtsleiter Matthias Engel beeindruckt von den vielfältigen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler: „Der Park bietet noch so viel Potential, das wird in den Arbeiten deutlich. Ganz herzlichen Dank für diese tollen Ideen. Das ist das, was wir auch als Stadtplaner brauchen: neue Perspektiven, neue Ansätze.“
Für die beteiligte Schülerin Isabell Schild und ihren Klassenkameraden Jeremy Kern, die nun ihren Abschluss gemacht haben, war diese ganz praktische Projektarbeit zum Ende ihrer Schullaufbahn eine tolle Erfahrung: „Stadtplaner wollen wir zwar nicht werden. Aber der Modellbau könnte uns in der Ausbildung sicherlich helfen“, so der angehende Berufsfeuerwehrmann und die künftige auszubildende Industriekauffrau. Für sie war die gemeinschaftliche Arbeit als Team und das freie Ausleben ihrer Kreativität das Besondere am Stadtentdecker-Projekt. Initiator und Betreuer des Veltener Stadtentdecker-Projektes ist der Kunstlehrer Ralf Tiedemann.
Dass von diesem lebens- wie wohnortnahen Schul-Projekt alle Seiten etwas haben, betonte auch Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner in ihrem Grußwort zur Präsentation: „Es wäre schön, wenn wir dieses Projekt verstetigen könnten. Es gibt nichts Schöneres, wenn letztendlich vielleicht sogar eines Tages die Ideen aus der Feder von Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden können.“
Hintergrundinformationen:
Das Projekt „Die Stadtendecker“ der Brandenburgischen Architektenkammer gibt es seit 2013. Das Projekt in Velten war die 67. Zusammenarbeit mit einer Schule. Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), unterstützt durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS).
Weitere Infos: www.ak-brandenburg.de/content/die-stadtentdecker