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39. Umsetzung des Gießkannenständers auf dem Friedhof

Diverse Gestaltungsmaßnahmen auf dem Friedhof in Velten führten auch zur Umsetzung des Gießkannenständers in der Nähe der Friedhofskapelle. Dieser wird wohl aber wieder zurück, in die Nähe der Wasserentnahmestelle, gesetzt werden, doch optisch bietet er nicht wirklich einen  schönen Anblick. Deshalb hier mein Vorschlag:
Zur Aufbewahrung der Gießkannen und Harken und ähnliches zur Grabpflege schlage ich für den Standort an der Wasserstelle vor der Friedhofskapelle den Bau eines überdachten Unterstandes vor. Dieser sollte einerseits, und das ist sehr wichtig!, konstruktiv eine gewisse Leichtigkeit besitzen, andererseits, mit einer künstlerisch gestalteten Rückwand, jenes notwendige Utensil kaschieren und den Raum optisch aufwerten. Ein Dach böte dann gleichzeitig Schutz vor den klebrigen Säften der Lindenbäume.
Bei der Konstruktion muß auf jeden Fall der Eindruck eines "Buswartehäuschens" vermieden werden, vielleicht ist ja ein gewisser Radius dazu geeignet.
Für besagte Rückwand könnte ich mir zwei Varianten vorstellen. Die eine nähme das Motiv der Ofenstadt in Form des Materials Ton auf. Einerseits könnte das durch einfache materialbetonende Ornamentik geschehen, andererseits könnten zeitlose Motive zu den Themen Leben, Tod, Vergänglichkeit, Hoffnung und so weiter. in einem Relief aufgegriffen werden. Eine Korrespondenz zur Kinderstele wäre ebenfalls denkbar.
In einer zweiten Variante könnte ich mir auch die Gestaltung durch eine/n Holzkünstlerin vorstellen. Dies würde schon vorhandene Skulpturen im angrenzenden Park oder auf dem Friedhof aufgreifen, diesmal vielleicht etwas feiner und detailierter in den Motiven gearbeitet. Inhaltlich würde sich auch hier oben gesagtes wiederfinden.
Sollte schon die Konstruktion des teilkreisförmigen Baues das Budget für ein einzelnes Projekt zum Bürgerhaushalt beanspruchen, sollte dies als erster Schritt und Vorschlag aber bestehen bleiben. Die künstlerische Gestaltung könnte dann in einem weiteren Verfahren und Arbeitsgang erfolgen. Ein Wettbewerb dazu wäre denkbar.
Ein Friedhof ist für Trauernde ein hochemotionaler Ort. Grabpflege ist die einzige verbliebene Tätigkeit, die man für den Verstorbenen noch tun kann. In der Aufwertung dieser vielleicht gering erscheinenden Einrichtung, würde sich Respekt und Achtung vor den Verstorbenen und vor allem vor der Trauer und der besonderen Situation der Hinterbliebenen ausdrücken lassen.
"Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der anderen muß man leben." aus Memento von Mascha Kaléko

Der Vorschlag ist gemäß Richtlinie zum Bürgerhaushalt abstimmungsfähig. Den Unterstand gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen (zum Beispeil als Gartenpavillon oder ähnliches) für zirka 2.000 Euro. Dieser muss jedoch durch Fundamente gesichert werden und durch zum Beispiel eine kleine Pflasterfläche barrierefrei zugänglich sein. Die Kosten hierfür werden auf zirka 2.500 Euro geschätzt. Für die künstlerische Gestaltung der Holzrückwand sollten mindestens 3.500 Euro vorgesehen werden, so dass die Gesamtkosten voraussichtlich 8.000 Euro betragen. Die Verwaltung gibt zu bedenken, dass es auf dem Friedhof noch diverse andere Gießkannenständer gibt, die aufgrund ihres derzeitigen Zustandes in den nächsten Jahren ersetzt werden sollen.

Kosten: zirka 8.000 Euro