Historische Stadtführung »Veltener Töppertour« mit Robert Erzig am Samstag, 9. Mai 2026, 14 Uhr
Die mehr als 675-jährige Veltener Geschichte ist außergewöhnlich: Aus einem kleinen Bauerndorf wurde im 19. Jahrhundert der führende Ort der Ofenkachelherstellung. Die Stadtführung "Veltener Töppertour" mit Robert Erzig erzählt, wie es sich zwischen Ton und Technik lebte.
Tausende Kachelbäcker, Töpper, Modelleure und Kutscher standen in den bis zu 42 Fabriken in Lohn und Brot. In Velten war damit eine weltweit einmalige Ballung an Ofenfabriken zu finden. Wie sich das Leben unter diesem Wirtschaftswunder grundlegend veränderte, erzählt der historische Stadtrundgang „Veltener Töppertour“. Stadtführer Robert Erzig nimmt am Samstag, 9. Mai 2026, 14 Uhr seine Gäste mit auf eine Reise in die Zeit, als Dampfmaschinen fauchten, Schornsteine qualmten und Lorenbahnen durch den Ort ratterten. Der Ort wuchs in diesen wenigen Jahren rasant von 300 auf 7.000 Einwohner an.
Entlang der Stadtrundgang-Stelen der „Veltener Töppertour“ wird der erfahrene Guide Spannendes, Kurioses und Interessantes aus der Blütezeit der Ofenkachelproduktion um 1900 berichten. Veltens einmalige Industriekulturgeschichte der Gründerzeitjahre wird somit auf dem rund zwei Kilometer langen Rundgang wieder lebendig.
Die etwa zweistündige Tour startet auf dem Bahnhofsvorplatz, auf Höhe der Bahnüberführung, an der Willkommens-Stele. Die Tour führt einmal quer durch die Innenstadt – über die Museumsgasse, Viktoriastraße, Breite Straße sowie Poststraße und endet an den Ofen- und Keramikmuseen.
Der Eintritt beträgt pro Person 3 Euro, für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren sind es 1 Euro, die vor Ort zu zahlen sind. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer dabei sein möchte, meldet sich bis Mittwoch, 6. Mai 2026, bei der Stadtverwaltung an unter 03304 379148 oder per E-Mail unter stadtinfo@velten.de. Auch eine Online-Anmeldung ist im Veranstaltungskalender der Stadt möglich.
Zur Veltener Geschichte:
Der Ton aus den Tonbergen, unter den Veltenern noch heute Töpperberge genannt, eignete sich außerordentlich gut für die Herstellung weiß glasierter Ofenkacheln. Dieser „gute Ton“ machte im 19. Jahrhundert in nur 70 Jahren aus dem unbedeutenden Bauerndorf einen wohlhabenden florierenden Industrieort. Die Bevölkerung lebte damals zwischen Ton und Technik.